Was wir tun
Food for Biodiversity unterstützt Unternehmen der Lebensmittelbranche dabei, Biodiversität wirksam und wirtschaftlich sinnvoll in ihre Strategien, Prozesse und Lieferketten zu integrieren.
Mit fundierten Instrumenten, praxiserprobten Standards und einem starken Netzwerk schaffen wir die Voraussetzungen für messbaren Fortschritt und glaubwürdige Kommunikation.
Wir schaffen Mehrwert

Orientierung geben – mit klaren Kriterien
Wir entwickeln und verbreiten Basis-Sets mit Biodiversitätskriterien – praxisgerechte Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion, den biodiversitätsfördernden Einkauf und Lebensmittelstandards.
Maßnahmen umsetzen – effektiv und skalierbar
Wir starten mit konkreten Pilotprojekten und übertragen erfolgreich erprobte Biodiversitätsmaßnahmen gezielt auf weitere Rohstoffe und Lieferketten – sodass Unternehmen Schritt für Schritt messbare Verbesserungen erzielen können.
Zusammenarbeit stärken – sektorübergreifend & lösungsorientiert
In unseren Arbeitsgruppen und Veranstaltungen vernetzen sich Unternehmen, Handel, Standards und Zivilgesellschaft, um Wissen zu teilen und gemeinsam Biodiversitätskriterien weiterzuentwickeln.
Anreize schaffen – Biodiversität wirtschaftlich attraktiv machen
Wir entwickeln Konzepte zur Förderung biodiversitätsfreundlichen Wirtschaftens – z. B. durch marktbasierte Anreizmodelle und Partnerschaften mit Standards und Finanzakteuren.
Rahmenbedingungen mitgestalten – politisch und strategisch
Wir setzen uns für kohärente, handhabbare Regulierung ein, die Biodiversität stärkt und Unternehmen Planbarkeit bietet – auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene.
Vision
Die Lebensmittelbranche in Deutschland und in Europa hat den Wert der Biodiversität erkannt und umfassende Maßnahmen ergriffen, die Biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern. Die Akteure der Branche arbeiten weitestgehend gemeinsam an Initiativen – insbesondere bei Aktivitäten zur Verbesserung der Biodiversitäts-Performance beim Anbau bzw. der Produktion agrarischer Rohstoffe. Erfolgreiche Lösungsansätze werden flächendeckend in den Lieferketten ausgerollt und Landwirt:innen werden bei der Umsetzung von Maßnahmen mit kostendeckenden Preisen sowie weiteren attraktiven Anreizen unterstützt.
Mission
Food for Biodiversity unterstützt Akteure der Lebensmittelbranche dabei, den Schutz der Biodiversität wirksam und wirtschaftlich sinnvoll in ihre Strategien, Prozesse und Lieferketten zu integrieren. Mit ambitionierten Anforderungen, praktischen Instrumenten, gemeinsamen Initiativen und einem starken Netzwerk tragen wir bei zu messbarem Fortschritt und glaubwürdiger Kommunikation.
Ziele 2025 - 2027
In der gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeiteten Strategie wurden die Ziele und Aktivitäten des Vereins für den Zeitraum 2025 bis 2027 festgelegt. Die vereinbarten Maßnahmen tragen dazu bei, dass Akteure der Lebensmittelbranche den Schutz der Biologischen Vielfalt auf verschiedenen Ebenen verbessern und zahlen damit auf die Mission von Food for Biodiversity ein. Die nachfolgenden Handlungsfelder werden bearbeitet:
Das Basis-Set an Biodiversitätskriterien für die Lebensmittelbranche ist eine wichtige Grundlage des Vereins. Es soll als Richtschnur für Standardorganisationen, Unternehmen und Erzeugergemeinschaften dienen, ihre Standards und Anforderungen zu bewerten und ggf. anzupassen. Maßnahmen:
- Eine Strategie zur umfassenden Berücksichtigung des Basis-Set wird erarbeitet und von den FfB-Mitgliedern umgesetzt. Die Strategie definiert die Akteursgruppen, die Risiko-Rohstoffe und deren Lieferketten, ab wann das Basis-Set als berücksichtigt gilt und wie dies dokumentiert wird. Die Roll-out Strategie soll im Frühjahr 2026 verabschiedet werden.
- Bis Ende 2026 werden sechs rohstoff-spezifische Basis-Sets an Biodiversitätskriterien erarbeitet.
- Neue Mitglieder implementieren ein Pilotprojekt, um sich mit der Berücksichtigung der Basis-Set Kriterien vertraut zu machen.
In Ergänzung zu staatlichen Förderungen sind Anreize von Lebensmittelunternehmen wichtig, um Biodiversitätsschutz in die Fläche zu bringen. Maßnahmen:
- Eine Fallstudie über Anreize zur Verbesserung der Biodiversitätsleistung in Lebensmittelunternehmen wird umgesetzt. Die Ergebnisse fließen in einen Leitfaden sowie in Video-Clips über erfolgreiche Anreizsysteme ein. Zeitplan: Mitte 2026.
- Gemeinsam mit den Branchenverbänden werden Branchenlösungen für Anreizsysteme entwickelt und bei den Mitgliedern beworben (z.B. Anreizprogramm für Molkereien oder für den Weinbau). Zeitplan: Ende 2027.
Viele unterschiedliche Tools unterstützen landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelunternehmen beim Management von Aspekten der Biodiversität. Dazu gehören Instrumente, die die Ausgangslage (Baseline) auf dem landwirtschaftlichen Betrieb beschreiben und Input für einen Managementplan liefern, Instrumente zur Identifizierung und Bewertung von Risiken und Abhängigkeiten, Life-Cycle Assessments für Produkte oder Instrumente zum Monitoring von Biodiversität.
- Erarbeitung eines Überblicks über existierende Instrumente, deren Zielsetzung und Einsatzmöglichkeiten. Empfehlungen für Lebensmittelunternehmen, aber auch für landwirtschaftliche Betriebe und Standardorganisationen, welche Instrumente für welche Aufgaben geeignet sind. Zeitplan: Herbst 2026.
- Für ein aussagekräftiges Monitoring von Biodiversität erarbeiten wir einen Rahmen, der Akteuren der Lebensmittelbranche als Orientierung dient. Der Rahmen beinhaltet Strukturen, Prozesse sowie Kennzahlen und Indikatoren. Zeitplan: Ende 2027.
Einkäufer:innen, Qualitäts- und Produktmanager:innen, Verantwortliche für Lieferketten und Marketing sollten die Bedeutung von Biodiversität für die Branche kennen und den Schutz der Biologischen Vielfalt in ihren Entscheidungen berücksichtigen. Seit Bestehen hat der Verein gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) und dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) erfolgreich Fortbildungen und Trainingsmodule für Mitarbeitende in Lebensmittelunternehmen umgesetzt.
- Die Trainingsmodule werden regelmäßig aktualisiert und Lebensmittelunternehmen sowie Verbände motiviert, Inhalte der Fortbildungen umzusetzen.
- Gemeinsam mit dem BVE wird ein Leitfaden „Biodiversität in der Lebensmittelbranche“ erarbeitet und veröffentlicht. Zeitplan: Anfang 2025.
- Der Austausch mit Fortbildungs-Institutionen wird intensiviert, um Weiterbildungen zur Biodiversität in deren Angeboten zu verankern. Zeitplan: Fortlaufend.
Auditor:innen und Wirtschaftsprüfer:innen mit guten Kenntnissen zum Handlungsfeld Biodiversität können Unternehmen bei einer gehaltvollen Berichterstattung kompetent unterstützen. Unabhängig von der Beratung haben sie bessere Grundlagen für die Validierung/Zertifizierung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten.
- Drei virtuelle Schulungsmodule zum Thema Biodiversität im Lebensmittelsektor werden erarbeitet. Zeitplan: Juni 2025.
- Gemeinsam mit dem Umweltgutachterausschuss, der DAU (Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH), sowie großen und mittelständischen Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Fortbildungsinstitutionen werden virtuelle Schulungen angeboten. Zeitplan: Fortlaufend.
Die IPBES Reports 2019 und 2026 sowie zahlreiche weitere Studien belegen, dass viele Ökosysteme weltweit bereits zerstört oder stark degradiert sind. Zentrales Ziel des CBD Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (KMGBF), ist es, bis 2030 mindestens 30 % der degradierten Ökosysteme zu restaurieren. In der EU ist seit Juni 2024 das EU Nature Restoration Law in Kraft. Der geschätzte globale Finanzbedarf von bis zu 700 Milliarden USD jährlich ist aktuell nur zu etwa 20 % abgedeckt. Die Privatwirtschaft muss in die Finanzierung eingebunden werden, um auch nur annähernd die Ziele zu erreichen. Maßnahmen:
- Verschiedene Methoden und Systeme zur Finanzierung der Wiederherstellung von Ökosystemen, v.a. Systeme für Biodiversity Credits werden analysiert (Art der Projekte, Umfang, Prozesse, Monitoring, Kosten etc.). Zeitplan: Mitte 2026.
- Untersuchung der Erwartungen und Anforderungen seitens der Lebensmittelbranche an Projekte zur Finanzierung über Biodiversity Credits. Zeitplan: Ende 2026.
- Austausch mit NGOs und anderen Koordinatoren von Renaturierungsprojekten über Biodiversity Credits (Anforderungen, Erfolgsfaktoren etc.). Zeitplan: Frühjahr 2027.
- Motivation von Akteuren der Lebensmittelbranche, Insetting-Projekte zur Renaturierung von Ökosystemen über Biodiversity Credits oder andere Wege zu finanzieren. Zeitplan: ab Ende 2026 – fortlaufend.
Food for Biodiversity bietet Akteuren der Lebensmittelbranche eine Plattform für Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktivitäten. Maßnahmen:
- Regelmäßige Weiterbildungsveranstaltungen für die Lebensmittelbranche sowie Webinare zum Erfahrungsaustausch. Zeitplan: Fortlaufend.
- Europäische Konferenz in Brüssel zu aktuellen Fragestellungen zur Biodiversität. Zielgruppen sind Akteure des Lebensmittelsektors einschließlich landwirtschaftlicher Zulieferer, politische Entscheidungsträger:innen, wissenschaftliche Institute und NGOs, Koordinatoren von Business & Biodiversity-Initiativen und internationalen Netzwerken. Zeitplan: Oktober 2026.
- Unterstützung der Einrichtung von FfB-Initiativen in anderen EU-Ländern (Tool-Kit, gemeinsame Aktivitäten etc.). Zeitplan: Fortlaufend.
- Teilnahme und Präsentationen auf Messen und Veranstaltungen des Lebensmittelsektors. Zeitplan: Fortlaufend.
- Betreuung von Fachmedien und Intensivierung der Präsenz in den sozialen Medien, speziell LinkedIn. Zeitplan: Fortlaufend.
Wir setzen uns für kohärente, handhabbare Regulierung ein, die Biodiversität stärkt und Unternehmen Planbarkeit bietet – auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene. Maßnahmen:
- Austausch mit deutschen Umwelt- und Landwirtschaftsministerien der Länder und Bundesebene. Zeitplan: Fortlaufend.
- Austausch auf europäischer Ebene mit Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (DG AGRI), Generaldirektion Umwelt (DG ENV), und Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE).
- FfB ist Mitglied der EU Business & Biodiversity Platform.
- Engagiertes Mitglied im UBi Unterstützerkreis (Unternehmen Biologische Vielfalt).
